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Das Fußball-Zünglein an der Waage - oder warum ich heute bei der EM für Wales bin

NewsPosted by Steffen Wedepohl Thu, June 16, 2016 11:27:11
Niemand versteht eigentlich so richtig, warum die Briten mit drei Teams bei der EM dabei sind. Warum spielen die Waliser und Nordiren nicht mit den Engländern zusammen als eine britische Mannschaft? Die deutsche Nationalmanschaft hat ja auch nicht noch Bayern und Sachsen im Schlepptau. Aber irgendwann, vor langer Zeit, war es den Briten gelungen, ihre unübersichtliche nationale Gemengelage in das ebenfalls unübersichtliche FIFA und UEFA Regelwerk einzuschmuggeln. Dort fand man, da man die Briten ja als die oberste Fußballnation unbedingt dabei haben wollte, dass der britische Spleen gleich ebenso willkommen sei.
Und jetzt trifft es sich gut: die britischen Kleinnationen vertreten nämlich auch eine ganz verschiedene Einstellung zu Europa und dem am 23. Juni drohenden Brexit. Wales und Nordirland (wie auch Schottland, das sich diesmal leider nicht für die EM qualifizieren konnte) sind entscheiden pro-EU, die Brexit-Bewegung dagegen ist am stärksten in England. Da ist es vor allem Little-England und Upper-class England, die sich mit der Trennung von der EU ihr geschundenes nationales Selbstbewußtsein balsamieren wollen. Little England hat immer schon durch Politik verloren und wurde von Upper-class England erfolgreich angeleitet, die EU als Verantwortlichen für den sozialen Abstieg auszumachen. Upper-class England ist im Prinzip gar nicht gegen Europa, versteht aber nicht, dass dieses Europa sich nicht bedingungslos dem britischen Empire unterwerfen will und hat deswegen empört die Scheidung eingereicht.
Das wichtigste aber ist natürlich Fußball! Und seit langem ist England nicht mehr so optimistisch zu einer EM angetreten. Mit seiner verjüngten und endlich wirklich mal erfolgshungrigen Manschaft möchte es endlich die Jahrzehnte dauernde Schmach in internationalen Fußballturnieren überwinden und den Titel als historisch erste Fußballnation zurückgewinnen. Beim Fußball geht es nämlich wirklich um etwas! Würden sich die Engländer hier durchsetzen, wäre das englische Nationalgefühl nicht mehr zu bremsen und würde sich am 23. sicher deutlich gegen die laschen Pro-Europäer durchsetzen.
Da kommt jetzt also Wales ins Spiel. Wales wer? Ein Fußball-Zwerg, den man bei internationalen Fußballturnieren meistens lediglich als Fußnote in Qualifikationsrunden wahrgenommen hat. Aber die Waliser stammen immerhin von den Kelten ab, gute Kämpfer und Kultur-Taktiker, die einst ganz Europa bestimmten und da darf man doch mal träumen, oder? Nehmen wir also an, sie würden ein Unentschieden erreichen oder sogar gewinnen, was würde das für die gedemütigte englische Fußball-Seele bedeuten? David gewinnt gegen Goliath, das passiert immer wieder, vor allem im Fußball ist doch vieles möglich, oder? Damit wären alle englischen Fußball-Hoffnungen bitter enttäuscht und damit gleich das gesamte englische Nationalgefühl hintendrein. Wie kann man da noch einen Brexit wollen, wer ist man denn, dass man da noch überhaupt irgendwo aus- und auftreten wollte? Und das muss man den Engländern auch lasssen: schlechte Verlierer waren sie nie und würden auch nie zulassen, als solche wahrgenommen zu werden, das ist auch Teil des englischen Spleens. Dann also lieber unauffällig in der EU bleiben und auf die WM in zwei Jahren hoffen! Darum bin ich heute für Wales, sehr sogar, da kann ein Fußballspiel über die Zukunft meines Kontinents entscheiden. Wales vor!!! Die Weltgeschichte steht Dir bei!

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Warum Europa eine Republik werden muss

NewsPosted by Hannah Fuchs Tue, May 03, 2016 12:18:04
On March 18, 2016Dr. Ulrike Guérot, professor for European Policy and the Study of Democracy at Donau-University Krems and director of the European democracy lab published her book "Warum Europa eine Republik werden muss! eine politische Utopie" (english version is planned) and can be translated with "Why Europe has to become a republic, a political utopia". Guérot is emphasizing on the European Republic and distancing herself from the idea of the United Nations of Europe. In her opinion, the concept of nations does not work out, neither economically nor politically or socially. There is a need of getting back to the organically grown regions; the Scottish, the Catalans, the Bavarians or the Tyroleans. It is a question of identity with ones surrounding more than with arbitrarily drawn boarders.
The book cover is an art work by Valeska Peschke; "Vulkan: Umstülpen/Inside Out". It symbolizes the outbreak, starting from the inside and breaking through to the very outside, radically changing the whole structure. The eruption of a volcano is an analogy to today's situation of Europe. People want a fundamental change, they want to break through, not leaving one stone unturned. By multiple projects over the years, Peschke formed the Idea of the volcano to artistically show and demonstrate what has been going on in society and has never been expressed properly. Sometimes emotions and moods cannot be articulated accurately. Artistic performances, e.g. of a volcano however, can show these tensions and emotions going on in society much better.
To make a change means to move things around, to move oneself and to take action. Art can express action and movement in a different way or even better than words can do. While words are very rational and top-heavy, art has the ability to make room for emotions and feelings. The heavy stones and the thick lava of the volcano are pressing down the lighter parts, however, the volcano's diversity of minerals and biodiversity enables fertility, the possibility to create new life. Just like the lighter parts of the volcano that are pressed down and not being able to breathe, also the European inhabitants feel crushed, not getting any air to breathe and live anymore. Yet, Europe has the possibility to transform itself and to create new life as a whole, with combined forces of individual regions and not different nations fighting against each other. That's the idea Ulrike Guérot wants to tell with her book and Valeska Peschke intends to artistically demonstrate.







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